Im 18. Jahrhundert entstand ein Vorbau, über den man noch heute zum eigentlichen Kirchenportal gelangt. Dieses Portal besteht aus einer massiven mittelalterlichen Eichenbohlentür, die von Rundstabprofilen an den Gewänden eingefasst wird.
Beim Betreten der Kirche wird dem Besucher zuerst das interessante Ensemble
Am Priechengestühl entlanglaufend erreicht man die Wendeltreppe aus massivem Holz, über die man zur Empore gelangt und auch bis in den Turm aufsteigen kann. Das historische Uhrwerk der Turmuhr, gebaut 1924 von der Firma Weule in Bockenem ist 2005 repariert und das Ziffernblatt erneuert wurden. Nun zeig sie wieder die Zeit an. Eine erhalten gebliebene Glocke ist anzusehen. Früher gab es drei Glocken, jedoch fehlt von den beiden anderen jede Spur. Wir gehen davon aus, dass sie zu Kriegszwecken eingeschmolzen worden sind. Unsere Glocke wurde 1834 von der Firma Ulrich in Laucha gegossen und läutete nach der Überholung der Aufhängung 2005 zum ersten Mal nach mehreren Jahrzehnten wieder.
Auf der Empore kann man sich unsere Ibachorgel anschauen. Die Orgel aus dem Jahre 1757 konnte nicht repariert werden, sodass die jetzt vorhandene Orgel nach einem Gelegenheitskauf in Canstein 1939 installiert wurde. Die Firma Gebrüder Ibach baute sie 1862 in Barmen. Sie stand ca. 60 Jahre ungenutzt und war in einem maroden Zustand. Endlich wurde sie 2016 vom Orgelbaumeister Josef Poldrack aus Chemnitz, als dessen Meisterstück, restauriert und spielt wieder.
Vor Gründung des Fördervereins wurde die Kirche jahrzentelang nicht genutzt, sodass sie dem Verfall preisgegeben war. Mit ihrem kaum veränderten Innenraum aus dem 17. Jahrhundert vermittelt die denkmalgeschützte Kirche noch immer ein Stück Kirchengeschichte, das sich zu bewahren lohnt. Der seit 2002 bestehende Förderverein ist daher bemüht, den Verfall der Kirche zu stoppen und sie für die Öffentlichkeit vielseitig nutzbar zu machen, wie unsere Veranstaltungen beweisen.